Veit Godoj

Der Familienforscher, Erben- und Urheberrechtsermittler Veit Godoj fand diesen Fund sehr interessant und machte sich auf die Suche nach den Nachfahren von Richard Platz, der die Flasche am 17.05.1913 in die Ostsee geworfen hatte.

Nach tagelangen intensiven Recherchen hatte er endlich Erfolg und stand am 14.03.2014 vor der Tür von Angela Erdmann, der Enkelin von Richard Patz in Berlin Pankow. 2 mal klingelte er vergebens, dann schrieb er einige Zeilen auf seine Visitenkarte und steckte diese an die Wohnungstür der Enkelin. Als er aus der Haustür kam, stand sie auf einmal mit ihrem Fahrrad vor ihm und schaute ihn fragend an.

Er hatte wirklich das fast Unmögliche geschafft, denn Angela war insgesamt 19 mal umgezogen und änderte durch Heirat 4 mal ihren Namen.

Aber Angela Erdmann ist nicht die einzige Enkelin, denn Richard Platz und seine geliebte Frau Ella hatten 2 Töchter: Gudrun, geb. am 01.04.1920 und Sieglinde, geb. am 21.03.1921.

Gudrun brachte 1944 ihre Tochter Dagmar und 1959 ihren Sohn Jean-Pierre zur Welt.

Sieglinde hatte nur 1 Tochter: Angela Erdmann, die1952 zur Welt kam.

Angela kannte ihren Opa kaum, denn er starb 1946 leider viel zu früh. Ihre Mutter erzählte ab und zu, was sie als Kinder für wunderschöne Reisen mit ihren Eltern gemacht hatten, aber das war es dann auch schon.

Als Herr Godoj ihr von der Flaschenpost erzählte, die ihr Opa 1913 in die Ostsee warf, in der sich eine dänische Postkarte mit einigen Zeilen darauf befand, war sie total überrascht, denn weder sie noch ihre Cousine hatten die Nachricht in den Medien wahrgenommen.

Sofort telefonierte Angela mit ihrer Cousine Dagmar, der sie vor über 5 Jahren ihre beiden Fotoalben zuschickte, damit diese Ahnenforschung betreiben konnte. Nun kommen ihre umfangreichen Recherchen endlich ans Licht und haben sich gelohnt.

3 Tage später kam ein riesengroßes Paket bei Angela an und sie fing an, alles zu studieren und einzuscannen. Beim Lesen der wunderschönen Briefe, die Richard Platz seiner Tochter Gudrun schrieb und auch seiner Tagebuchseiten, kullerten ihr oft vor lauter Rührung die Tränen über das Gesicht. 

Jetzt erst lernte sie ihren wundervollen Opa kennen.

Gemeinsam mit Herr V. Godoj versuchte sie die einzelnen Lebensabschnitte ihres Opas zusammen zu stellen und die Fotos zeitlich zuzuordnen.

Herr Godoj stellte den Kontakt zum Internationalen Maritimen Museum in Hamburg her und erzählte dem Gründer der Stiftung und des Museums, Herrn Prof. Tamm, dass er die Nachfahren von Richard Platz gefunden habe.

Er vertritt mich bei sämtlichen weiteren Aktionen zum Thema Flaschenpost.

Wer einmal seine Dienste nutzen möchte, ist bei ihm in guten Händen:  godoj@gmx.de